Seelsorgebereich Bonn-Melbtal:Brief zur Fusion von Pfarrer Kemmerling
Liebe Schwestern und Brüder in St. Barbara, in Heilig Geist und in St. Sebastian,
nach einem längeren Weg der Überlegung und Beratung, der sich über mehr als zwei Jahre erstreckt hat, ist eine Entscheidung gereift, die das zukünftige Leben unserer Gemeinden prägen wird:
Zum 01.01.2028 wird die Fusion zu einer neuen Pfarrei vollzogen. In ihr werden die bisherigen Seelsorgebereiche Melbtal, Endenich/Röttgen und Bonn-Süd zusammengeführt.
Unser neuer Name wird lauten:
Katholisch in Bonn Süd-West
Zugleich ist dieser Schritt für mich persönlich auch ein Moment des Abschieds. Mit der neuen Struktur geht meine Zeit als leitender Pfarrer in den bisherigen Pfarreien des Melbtals zu Ende. 27 Jahre durfte ich hier zusammen mit Ihnen den Glauben leben, Gemeinschaft gestalten und die Kirche vor Ort prägen. Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Ich werde jedoch weiterhin meinen priesterlichen Dienst unter Ihnen ausüben – künftig als Pfarrvikar. Pfarrer Alfons W. Adelkamp, der ebenfalls die Leitung seiner Pfarrei abgibt, wird als Subsidiar in der neuen Pfarrei tätig sein. So bleibt Vertrautes erhalten, auch wenn sich Zuständigkeiten und Strukturen verändern.
Der Erzbischof von Köln hat Pfarrer Tobias Menke die Leitung der neuen Pfarrei anvertraut. Ich bin sicher, dass er diese Aufgabe mit Umsicht und Verantwortungsbewusstsein übernehmen wird, und bitte Sie, ihm das Vertrauen entgegenzubringen, das es für einen solchen Neubeginn braucht.
Sein Dienstsitz wird weiterhin im Pfarrhaus in Kessenich sein, wo – nach entsprechenden Anpassungen – auch das zentrale Pfarrbüro eingerichtet wird.
Die Verwaltungsleitung der entstehenden Pfarrei wird in die bewährten Hände von Frau Barbara Ostendorf gelegt. Sie wird darüber hinaus die Kirchenvorstände in der Verantwortung für unsere Finanzen und Gebäude unterstützen.
Alle Seelsorgerinnen und Seelsorger bleiben in ihren Aufgaben und werden bereits zum 01.09.2026 für die neue, größere Pastorale Einheit Bonn Süd-West ernannt werden. Bis zur Vollendung der Fusion Anfang 2028 bleiben die bestehenden Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte im Amt. Spätestens im April 2028 werden dann ein neuer Pfarreirat sowie ein neuer Kirchenvorstand gewählt.
Dieser Weg der Zusammenführung soll weder von Hast bestimmt sein noch von Zögern, sondern in jener Besonnenheit geschehen, die dem Gewicht der Aufgabe entspricht. Ich bitte Sie herzlich, die Entstehung der neuen Pfarrei mitzutragen. Dabei profitieren wir alle von der jahrelangen Überlegungs- und Planungsarbeit der Pfarrer und der Mitglieder in den verschiedenen Gremien.
Eine erste Veränderung wird bald spürbar sein: Die Priester werden ihren Dienst künftig im Wechsel an verschiedenen Kirchorten wahrnehmen.
Viele Fragen bleiben dabei noch offen und sind heute noch nicht abschließend zu beantworten. Das ist angesichts der Größe und Bedeutung dieses Weges nicht ungewöhnlich, sondern vielmehr Ausdruck eines Prozesses, der wachsen und reifen darf.
Mir ist es ein besonderes Anliegen, Ihnen für die gemeinsame Zeit von Herzen zu danken. Zugleich möchte ich Sie ermutigen, den kommenden Weg offen und zuversichtlich mitzugehen.
Suchen Sie das Gespräch – miteinander, mit mir, mit den anderen Seelsorgern, aber auch ganz besonders mit Pfarrer Menke. Ich habe ihn als einen sehr engagierten, zugewandten und verlässlichen Priester kennengelernt. Er genießt mein volles Vertrauen, und ich freue mich darauf, unter seiner Leitung in der vergrößerten Pfarrei weiterhin aktiv zu sein.
Mit Ihnen gemeinsam vertraue ich diesen Weg der Führung Gottes an und bitte Sie herzlich um Ihr begleitendes Gebet.
Ihr
Bernd Kemmerling, Pfarrer
